Über die Postleitzahl 93161
Sinzing wird auch „Tor zum Labertal“ genannt: Die Gemeinde liegt dort, wo die Schwarze Laber auf die Donau trifft, keine zehn Kilometer westlich von Regensburg, und bildet fast allein diese Postleitzahl. Die Stadtrandgemeinde mit Ortsteilen wie Eilsbrunn, Viehhausen, Bruckdorf und Mariaort versteht sich vor allem als Wohngemeinde. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Sinzing 921. Ab 1145 setzte hier eine Fähre über die Donau über, deren Erträge dem Kloster Prüfening zustanden; bis 1485 war diese Querung Teil der Handelsroute zwischen Regensburg und Nürnberg.
Ab 1836 entstanden auf Initiative des Verlegers Friedrich Pustet mehrere Papierfabriken sowie eine Tabakfabrik, die vielen Arbeiter machten Sinzing schon vor 1900 zur Hochburg der Sozialdemokratie und zum „roten Dorf“ – die organisierte Radfahrergruppe „Solidarität Sinzing“ war Teil dieser Kultur, bis der sozialdemokratische Bürgermeister 1933 von der NSDAP abgesetzt wurde. Der Fährbetrieb endete erst 1966 mit der neuen Donaubrücke der A 3; die heute motorisierte Fähre Prüfening verbindet weiterhin Groß- und Kleinprüfening. Im Ortsteil Eilsbrunn und bei Reichenstetten liegen bizarre Felsformationen des Fränkischen Jura, dazu eine rund 60 mal 60 Meter große Doline.
Auf 43,6 km² zählt die PLZ 93161 7.300 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 167 Personen je km². Nachbarn sind Regensburg, Pentling, Nittendorf, Pettendorf und Kelheim.