Über die Postleitzahl 93479
Am Weißen Regen, im Talraum zwischen den Erhebungen Kaitersberg und Hoher Bogen, liegt nördlich von Bad Kötzting die staatlich anerkannte Erholungsgemeinde Grafenwiesen, die fast die gesamte Postleitzahl 93479 ausfüllt – mit knapp über zehn Quadratkilometern eine der kleineren Gemeinden der Gegend. Zu ihr gehört seit 1972 auch der Ortsteil Voggendorf.
Urkundlich erstmals 1177 erwähnt, dienten die namensgebenden Grafenwiesen zunächst als Ministeriale zweier Adelsgeschlechter der Region, ehe 1402 die Hohenwarther ihre Nachfolge antraten; die Hofmark selbst war Lehen des Klosters Rott am Inn. Im Schloss, dessen Kapelle von 1612 bis zum Bau der heutigen Pfarrkirche 1923 als Gotteshaus diente, war bis 1959 eine Brauerei ansässig. 1892 kam mit der Bahnstrecke Kötzting–Lam der Bahnanschluss. Eine ungewöhnliche Attraktion bietet das 2008 eröffnete Deutsche Zündholzmuseum, das die Geschichte der Zündhölzer und eine umfangreiche Sammlung von Zündholzschachteln und -etiketten zeigt; im Ortsteil Voggendorf ergänzt ein Freiwildgehege das Angebot, dazu kommt ein Greifvogelpark.
Auf 10,2 km² leben 1.458 Menschen, das sind 143 je Quadratkilometer. Die Bahnlinie von Cham über Bad Kötzting nach Lam hält mit einem eigenen Haltepunkt im Ort, Nachbar-PLZ sind Kötzting, Hohenwarth und Rimbach.