Über die Postleitzahl 94116
Im Ilztal, östlich des Flusses und rund zwölf Kilometer nördlich von Passau, liegt der Markt Hutthurm. Die Postleitzahl entspricht fast vollständig der Gemeindefläche, zu der neben dem Hauptort die früher selbstständigen Gemeinden München und Prag zählen, eingemeindet im Zuge der Gebietsreform 1972. Verkehrsgünstig liegt der Ort direkt an der Bundesstraße 12 und am Zubringer zur Bundesautobahn 3 nach Aicha vorm Wald.
Hutthurm geht auf die Herren von Wotzmannsdorf zurück und wurde erstmals 1075 in der Stiftungsurkunde von St. Nikola erwähnt, bereits damals als eigenständige Pfarrei. Nach einem Brand 1750 bauten Passauer Künstler die Kirche im Barockstil wieder auf; die heutige Pfarrkirche St. Martin entstand von 1747 bis 1751 auf den Mauern des Vorgängerbaus, ihr 51 Meter hoher Turm stammt bereits aus dem 15. Jahrhundert und diente lange als freistehender Wehrturm. Mit den Martinsbläsern und der Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr Hötzdorf sind zwei Musikkapellen aktiv, letztere eine der letzten verbliebenen Feuerwehrkapellen Niederbayerns. Wirtschaftlich prägt unter anderem ein Hersteller von Friedhofs- und Kommunalbaggern den Ort.
Die 6.183 Einwohnerinnen und Einwohner verteilen sich auf 37,2 km², das ergibt eine Dichte von 166 je Quadratkilometer. Zwei frühere Bahnhaltepunkte an der seit 2002 stillgelegten Strecke Passau–Freyung lagen bei Kalteneck und im Ortsteil Voglöd. Angrenzend liegen die Postleitzahlen von Tittling, Salzweg, Büchlberg, Röhrnbach, Fürsteneck, Neukirchen vorm Wald und Ruderting.