Über die Postleitzahl 94142
Eingebettet zwischen zwei Flusstälern des südlichen Bayerischen Waldes liegt die Gemeinde Fürsteneck, die südlichste im Landkreis Freyung-Grafenau und direkt an den Landkreis Passau angrenzend. Fast die gesamte Fläche der Postleitzahl gehört zur Gemeinde, deren Verwaltungssitz jedoch nicht der namensgebende Hauptort, sondern der Ortsteil Atzldorf ist. Fürsteneck ist Mitglied der 1978 gegründeten Verwaltungsgemeinschaft Perlesreut.
Um 1190 ließ der Passauer Fürstbischof Wolfger von Erla die Burg Fürsteneck als Grenzbefestigung gegen die bayerischen Herzöge errichten; 1703 war sie Schauplatz eines Hexenprozesses. Nach der Säkularisation 1803 fiel Fürsteneck zunächst an Bayern, das Schloss selbst kam 1803 an den bayerischen Staat und wurde 1814 an einen ehemaligen Mönch verkauft – heute beherbergt es einen Landgasthof. Bundesweite Aufmerksamkeit erlangte 1969 der Gemeindeteil Aumühle, als die Bevölkerung den Bezug eines Heims für behinderte Kinder verhinderte und das Gebäude in der folgenden Nacht abbrannte; der Ort gehört heute zu Hutthurm. Seit 2009 wird die frühere Bahnstrecke Passau–Freyung als Ilztalbahn reaktiviert.
Auf 10,4 km² leben 784 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 75 je Quadratkilometer. Nach Passau sind es 22 Kilometer, nach Waldkirchen 15 und nach Freyung 18 Kilometer. Angrenzende Postleitzahlen tragen die Orte Tittling, Hutthurm, Röhrnbach und Perlesreut.