Über die Postleitzahl 94249
Am Fuß des Großen Arbers, dem höchsten Berg Bayerns außerhalb der Alpen, liegt tief im Bayerischen Wald der Markt Bodenmais, der fast die gesamte Postleitzahl 94249 bildet. Der heilklimatische Kurort ist als Bergbaustadt bekannt und trägt neben dem Hauptort Ortsteile wie Mais, Böhmhof und mehrere Glashütten-Weiler.
Funde am Riederinfelsen, darunter keltische Opferschalen aus der späten Hallstattzeit, deuten auf eine Besiedlung schon um 450 vor Christus hin. Der heutige Ortsname hat trotz seines Klangs nichts mit der erst nach 1492 nach Europa gelangten Pflanze Mais zu tun: 1301 erscheint er als Pobenmaizz, abgeleitet von einem slawischen Personennamen und dem mittelhochdeutschen Wort für Roden. Namensgebend für den Ort ist zudem das Bergwerk am Silberberg, seit 1962 als Besucherbergwerk zugänglich und seit 1998 von ehemaligen Bergleuten selbst betrieben. Alljährlich erinnert ein „Umgang“ mit fünftägigem Volksfest an die Prozession von 1705, bei der ein Gnadenbild von Loreto aus dem benachbarten Maisried nach Bodenmais getragen wurde. Zu den Naturschönheiten zählen die Rißlochwasserfälle, mit bis zu 15 Metern die höchsten auf bayerischer Seite des Böhmerwaldes.
Auf 45,1 km² Fläche zählt die Postleitzahl 3.638 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 81 Personen je Quadratkilometer. Seit 1928 ist Bodenmais Endpunkt der von der Länderbahn als Waldbahn betriebenen Bahnstrecke aus Zwiesel, Nachbarorte sind unter anderem Bayerisch Eisenstein, Böbrach und Drachselsried.