Über die Postleitzahl 94252
Direkt an der Grenze zu Tschechien, im dicht bewaldeten Tal des Großen Regens zwischen Großem Arber und Falkenstein, liegt die Gemeinde Bayerisch Eisenstein, staatlich anerkannter Luftkurort und fast deckungsgleich mit der Postleitzahl 94252. Auf tschechischer Seite grenzt unmittelbar der Ortsteil Alžbětín des nahen Železná Ruda an. Zur Gemeinde zählen neben dem Hauptort die Weiler Regenhütte, Seebachschleife und Neuhütte, die meist auf frühere Glashütten zurückgehen.
Ihre nachweisbare Geschichte beginnt 1564 mit einem Erzbergwerk samt Eisenhammer, das dem Eisensteiner Tal seinen Namen gab, aber schon 1577 wieder aufgegeben wurde. Bis 1951 hieß der Ort schlicht Eisenstein. Nach dem Zweiten Weltkrieg schnitt der Eiserne Vorhang alle Verbindungen zum tschechischen Nachbarn ab; erst 1969 öffnete mit dem Straßengrenzübergang einer von damals nur vier Übergängen zwischen Bundesrepublik und Tschechoslowakei, und erst 1991 nahm der grenzüberschreitende Schienenverkehr am Grenzbahnhof seine ursprüngliche Funktion wieder auf. Seit 1994 dokumentiert dort das Localbahnmuseum die Eisenbahngeschichte der Grenzregion. Wegen seiner Abgeschiedenheit und des Schneereichtums entwickelte sich der Ort zum beliebten Urlaubsziel, in dem 1954 auch Bundespräsident Theodor Heuss seinen Urlaub verbrachte.
Auf 47,0 km² zählt die Postleitzahl 977 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 21 Personen je Quadratkilometer. Nordöstlich des Ortes beginnt am Langlaufzentrum Lohberg/Scheiben die 150 Kilometer lange Bayerwaldloipe, Nachbarorte sind Lohberg, Zwiesel und Bodenmais.