Über die Postleitzahl 94269
Rinchnach im niederbayerischen Landkreis Regen trägt fast die gesamte Postleitzahl 94269 und wurde 1972 um die Gemeinden Kasberg und Ellerbach erweitert. Als erste Siedlung des mittleren Bayerischen Waldes gründete der heilige Gunther, ein Benediktinermönch vom Kloster Niederaltaich, im Jahr 1011 hier ein Kloster – bis heute nennen die Einheimischen ihren Ort im Dialekt schlicht „Klousta“. Der Ort liegt am alten Handelsweg Gunthersteig, der kurz vor Zwiesel in den bekannteren Böhmweg überging; über die Jahrhunderte wurde Rinchnach mehrfach heimgesucht: 1641 durch die Schweden im Dreißigjährigen Krieg, 1703 durch österreichische Truppen und zwischen 1742 und 1744 erneut durch österreichische Einheiten, dazu Feuersbrünste in den Jahren 1597, 1693 und 1799. Die Propstei wurde 1803 im Zuge der Säkularisation aufgehoben.
Die ehemalige Klosterkirche, seit 1727 von Johann Michael Fischer umgestaltet, ist die einzige Kirche der Gegend mit Kuppel und zählt zu den bedeutendsten Bauwerken im Bayerischen Wald. Nicht weit östlich des Ortes, mitten im Wald, liegt die 1766 errichtete Nebenkirche Maria Geburt, auch Frauenbrünnl genannt, mit gotischem Gnadenbild und einer kleinen namensgebenden Quelle. Ein historischer Rundweg im Ortskern führt zu 25 Gebäuden der ehemaligen Klosteranlage. Auf 40,2 km² leben 3.039 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 76 je Quadratkilometer.
Rinchnach liegt direkt an der Bundesstraße 85 in einem sonnigen Talkessel am Fuß von Gsengetstein und Wagensonnriegel. Zu den Nachbarorten der angrenzenden Postleitzahlen zählen Regen, Zwiesel, Frauenau und Kirchberg.