Über die Postleitzahl 94363
Am Übergang vom Gäuboden zum Donau-Isar-Hügelland liegt die Gemeinde Oberschneiding im Landkreis Straubing-Bogen, deren weites Gebiet fast vollständig die Postleitzahl 94363 bildet. Durch die Gebietsreform der 1970er Jahre wuchsen ihr die vormals selbstständigen Gemeinden Niederschneiding, Wolferkofen, Reißing und Großenpinning zu, letzteres kam sogar aus dem Nachbarlandkreis Dingolfing-Landau hinzu.
Das Gebiet ist seit über 7000 Jahren besiedelt: Bereits um 4000 v. Chr. ließen sich hier Menschen der Jungsteinzeit nieder, und Funde aus einer Lehmgrube bei Münchshöfen gaben in den 1870er Jahren sogar einer ganzen jungneolithischen Kultur, der Münchshöfener Kultur, ihren Namen. Der Hauptort selbst wird 790 im Güterverzeichnis des Klosters Niederaltaich erstmals als „Snudinga“ erwähnt, benannt nach dem Anführer einer bajuwarischen Sippe. Zwischen 1319 und 1801 bestand hier eine offene Hofmark mit Sitz im bis heute erhaltenen Schloss Hienhart. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt geht in ihrem Kern auf das 18. Jahrhundert zurück und wurde 1848 sowie zu Beginn des 20. Jahrhunderts erweitert; daneben zählt die Gemeinde gleich mehrere weitere historische Kirchen in ihren Ortsteilen.
Auf 60,6 km² leben 3.252 Menschen, das ergibt 54 Einwohner je Quadratkilometer. Die Bundesstraße 20 durchquert das Gemeindegebiet, Nachbarorte sind unter anderem Aiterhofen, Leiblfing und Straßkirchen.