Über die Postleitzahl 94377
Nördlich des Gäubodens, am Fuß des Bayerischen Waldes, liegt die Gemeinde Steinach im Landkreis Straubing-Bogen mit der Postleitzahl 94377. Zu ihr gehören neben dem Hauptort noch Münster, das erst 1978 eingemeindet wurde, sowie Moos, Agendorf und Wolferszell.
In einer Höhle am Buchberg bei Münster fanden sich Spuren, die belegen, dass dort schon Neandertaler vor rund fünfzigtausend Jahren Zuflucht suchten – eines der ältesten Zeugnisse menschlicher Anwesenheit in der Region. In Münster gründete vermutlich Herzog Tassilo III. im 8. Jahrhundert ein Benediktinerkloster, das Reliquien des Märtyrers Tiburtius aus Rom erhielt; die romanische Pfeilerbasilika St. Tiburtius entstand im späten 12. Jahrhundert. Der Ortsname Steinach ist selbst schon 934 im Cartular des Klosters Ebersberg als „Steina“ belegt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ließ Carl August von Schmieder ein prunkvolles neues Schloss errichten und begründete mit seiner Modell-Graszucht die spätere Saatzucht Steinach. Ab 1941 waren dort Teile der NSDAP-Reichsleitung unter Martin Bormann untergebracht, und kurz vor Kriegsende setzte die SS das Gebäude in Brand, um belastende Akten zu vernichten; große Teile des Baus gingen dabei verloren. Das ältere, 1549 erbaute Schloss dient seit den 1980er Jahren als Jagd- und Schlosshotel.
In der PLZ 94377 leben 3.293 Einwohnerinnen und Einwohner auf 23,1 km², das ergibt 142 je Quadratkilometer. Die Gemeinde liegt direkt am Kreuz von Bundesautobahn 3 und Bundesstraße 20, rund zehn Minuten von Straubing entfernt; Nachbarorte sind Bogen, Kirchroth und Mitterfels.