Über die Postleitzahl 96523
Steinach liegt im südthüringischen Landkreis Sonneberg dort, wo das Thüringer Schiefergebirge in den Frankenwald übergeht, und trägt fast die gesamte Fläche der Postleitzahl 96523. Der Ort erstreckte sich ursprünglich mit zwei Siedlungskernen, dem Eisenhammer Obersteinach und dem Unterdorf, über rund drei Kilometer im schmalen Kerbsohlental des Flusses Steinach – der heutige Marktplatz entstand erst 1920.
Der Flussname „Steinacha“ wurde bereits 1058 erstmals erwähnt, und schon 1414 bestanden mehrere Hammerwerke an dem Gewässer. Ab 1699 siedelte der Hüttenmeister Johann von Uttenhoven 60 sächsische Hüttenarbeiterfamilien im Oberdorf an; sein modernisiertes Werk erzeugte in beachtlichen Mengen Eisen und Stahl. Aus dieser Zeit stammt auch das von ihm 1717/1718 errichtete „Alte Schloss“, während das „Neue Schloss“ auf den Hüttenmeister Johann Tobias Otto zurückgeht und heute das Schiefermuseum sowie die Sammlung „Steinacher Spielzeugschachtel“ beherbergt. Der einst florierende Griffelschieferabbau und die Spielzeugindustrie prägten den Ort über Generationen, ehe Steinach sich zu einem staatlich anerkannten Erholungsort wandelte.
Heute bestimmen vor allem Tourismus und Wintersport die Wirtschaft, insbesondere die Skiarena am Silbersattel auf dem Fellberg; daneben fertigen Betriebe wie Marolin weiterhin Spielwaren, ergänzt um eine Eisengießerei für Handformguss. Durch den Ort führt die frühere Bahnstrecke Coburg–Ernstthal mit zwei Stationen. In der Postleitzahl 96523 leben 3.619 Menschen auf 25,8 km², das sind 140 Einwohner je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Sonneberg sowie die Gemeinden um Frankenblick, Schalkau und Bachfeld.