Über die Postleitzahl 94379
Auf über 800 Metern Höhe im Bayerischen Wald liegt Sankt Englmar, staatlich anerkannter Luftkurort und bekanntes Wintersportgebiet mit der Postleitzahl 94379. Zur Gemeinde zählen neben dem Hauptort Ortsteile wie Rettenbach, Klinglbach und Hilm sowie zahlreiche kleine Weiler in den umliegenden Tälern.
Seinen Namen verdankt der Ort einer Überlieferung zufolge dem Einsiedler Engelmarus, der 1060 zur Welt kam und sich donauaufwärts eine Klause baute. Der Legende nach schlug ihn im Winter 1100 ein neidischer Gefährte tot und verscharrte ihn im Schnee; erst zu Pfingsten entdeckte ein Priester den Leichnam, der noch unversehrt gewesen sein soll. Über der Stelle seines Grabes wurde 1131 eine steinerne Kirche errichtet, 1188 sprach man ihn selig. Bis heute wird am Pfingstmontag das sogenannte Englmarisuchen begangen, bei dem eine Holzfigur des Heiligen gesucht wird. Erst 1959 erhielt die Gemeinde offiziell den Namen Sankt Englmar statt Englmar. Während der 1970er Jahre wurde aus dem Dorf gezielt ein Wintersportzentrum entwickelt; 1973 eröffnete oberhalb von 900 Metern ein Ferienpark mit 440 Appartements, den die Einheimischen bald „Schachterldorf“ tauften. In Rettenbach ist das Gut Schmelmerhof, urkundlich schon 1305 als Besitz des Klosters Windberg erwähnt, seit 1630 in Familienhand.
Auf 36,8 km² zählt die PLZ 94379 1.829 Menschen, das entspricht 50 je Quadratkilometer. Die Staatsstraße 2139 verbindet den Ort mit Bundesstraße und Autobahn, Nachbarorte sind unter anderem Neukirchen, Rattenberg und Schwarzach.