Über die Postleitzahl 94541
Grattersdorf gehört zum Landkreis Deggendorf und liegt in der als Sonnenwald bekannten Teilregion des Bayerischen Waldes; verwaltet wird der Ort über die Verwaltungsgemeinschaft Lalling. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1209, als zwei Brüder aus dem Geschlecht der Gradinsdorfer als Zeugen auftraten; der Ort gehörte damals den Grafen von Hals und bildete ab 1451 eine geschlossene Hofmark, deren Besitzer über die Jahrhunderte mehrfach wechselten. Die übrigen Gemeindeteile unterstanden größtenteils den Klöstern Niederaltaich und Osterhofen sowie dem Stift Obermünster.
Mit dem bayerischen Gemeindeedikt entstanden 1818 gleich vier eigenständige Gemeinden: Grattersdorf, Nabin, Oberaign und Winsing. Grattersdorf und Oberaign führte die amerikanische Besatzungsmacht nach Kriegsende vorübergehend zusammen, ehe 1971 schließlich alle vier Gemeinden endgültig in der heutigen Gemeinde aufgingen.
Der älteste belegte Ort der heutigen Gemeinde ist Winsing, das schon 905 als Bucinbura genannt wird. Nach Roggersing, urkundlich seit 903 bekannt, pilgerten lange Zeit Menschen wegen der vermuteten Heilkraft eines nahen Brunnens; der Heimatforscher Joseph Klämpfl beschrieb den Ort 1855 als kleines Dorf mit einer Kirche auf sonniger Anhöhe. Hausberg der Gemeinde ist der 827 Meter hohe Büchelstein.
1.310 Menschen leben auf 25,8 km², das entspricht 51 je Quadratkilometer.