Über die Postleitzahl 94491
Hengersberg im Landkreis Deggendorf gilt als ältester Markt Altbayerns: 997 durch Abt Gotthard von Niederalteich gegründet, lag der Ort damals noch direkt an der Donau, bis deren Verlegung zwischen 1343 und 1353 die Bedeutung als Zoll- und Mautstelle schmälerte. 1009 hatte König Heinrich II. dem Kloster Niederaltaich das Marktrecht für den Ort verliehen, 2009 beging man deshalb das 1000-jährige Jubiläum.
Ein historisches Zollhaus wandelte ein Abt im 16. Jahrhundert um, und die Hengersberger Viehmärkte erlangten überregionale Bedeutung. Heute erinnert ein Kunstmuseum im ehemaligen Spital an diese Geschichte. Eingebettet zwischen Donau und den südlichen Ausläufern des Bayerwaldes, liegt der Markt rund zwölf Kilometer von der Kreisstadt entfernt; die frühere Bahnstrecke dorthin endet heute in Hengersberg und dient nur noch dem Güterverkehr.
Auf 45,6 km² leben 7.767 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 170 je Quadratkilometer. Zu den Gemeindeteilen zählen auch Schwanenkirchen, das schon 857 erstmals erwähnt wurde, und Schwarzach mit einem Reihengräberfeld aus der Bajuwarenzeit. Nachbarorte sind unter anderem Deggendorf und Osterhofen.