Über die Postleitzahl 94556
Neuschönau grenzt im Norden an das tschechische Modrava und liegt zu einem großen Teil im Nationalpark Bayerischer Wald, im Landkreis Freyung-Grafenau. Die Gemeinde, bis 1981 Schönanger genannt, trägt gut zwei Drittel dieser Postleitzahl; den Rest bildet der Waldhäuserwald, ein gemeindefreies Staatsforstgebiet an der Grenze zu Tschechien. Der Name Schönau taucht 1395 zum ersten Mal auf, als das Grafengeschlecht von Hals acht Bauernstellen einrichten ließ; 1417 entstand hier die älteste Glashütte des heutigen Landkreises. Über die Jahrhunderte wurde aus dem Ort Neuschönau und aus der benachbarten Altkaiserhütte Altschönau, während die zugehörige Glashütte bis ins 19. Jahrhundert bedeutend blieb.
Die 1818 gegründete Gemeinde Schönanger umfasste neben Neuschönau auch Altschönau, Forstwald, Grünbach, Katzberg und Waldhäuser; durch Zuzug vor allem aus dem angrenzenden Böhmen überschritt die Bevölkerung bis 1889 die Marke von tausend Köpfen. Ihren heutigen Namen erhielt die Gemeinde erst 1981. Nach Entwürfen des Architekten Johann Baptist Schott wurde in dieser Zeit auch die neugotische Pfarrkirche St. Anna errichtet, fertiggestellt im Jahr 1903.
Der Ortsteil Waldhäuser geht auf ein 1611 von der Stadt Grafenau errichtetes Rasthaus für Salzhändler an der sogenannten Gulden Stras zurück, der bayerischen Alternative zum Goldenen Steig.
Auf 38,9 km² kommen 2.147 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 55 je Quadratkilometer.