Über die Postleitzahl 94151
Unmittelbar am Rand des Nationalparks Bayerischer Wald liegt die Gemeinde Mauth im Landkreis Freyung-Grafenau. Nur etwa ein Drittel der weitläufigen Postleitzahl entfällt auf die Gemeinde selbst, der überwiegende Rest sind gemeindefreie Staatswälder wie der Mauther Forst, der Schönbrunner Wald und Teile des Annathaler Waldes, allesamt unbewohnt und teils Bestandteil des Nationalparks. Zur Gemeinde zählen die Ortsteile Finsterau, Heinrichsbrunn, Hohenröhren und das erst 1978 wieder eingegliederte Annathal.
Entlang des oberen Abschnitts des alten Salzhandelswegs nach Böhmen wurden die heutigen Ortschaften der Gemeinde im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert gegründet; die Gemeinde selbst entstand 1811 mit Finsterau, Heinrichsbrunn, Hohenröhren, Mauth, Waldmühl und Zwölfhäuser. Finsterau selbst wurde 1704 als letzte und nördlichste Siedlung der Gruppe „Großphilippsreut“ von Fürstbischof Johann Philipp von Lamberg gegründet und hieß ursprünglich Halbwald, weil es auf halbem Weg zwischen Kreuzberg und dem böhmischen Bergreichenstein lag. Der Gemeindeteil liegt 1000 Meter hoch und zählt zu den abgelegensten Dörfern des Bayerischen Waldes; auf 1130 Metern Höhe führt von dort ein Grenzübergang für Fußgänger und Radfahrer ins tschechische Bučina. Nach dem Ende der Holznutzung im 1970 gegründeten Nationalpark entwickelte sich Mauth zunehmend zum Urlaubsort, das Freilichtmuseum Finsterau erinnert an die frühere Lebensweise.
Auf 83,7 km² leben 2.084 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 25 je Quadratkilometer. Alle drei Jahre findet in Mauth ein traditionelles Heimatfest statt. Freyung liegt zehn Kilometer südlich, Passau rund 44 Kilometer entfernt; angrenzende Postleitzahlen tragen die Orte Hinterschmiding, Philippsreut, Hohenau und Neuschönau.