Über die Postleitzahl 94575
Der Markt Windorf liegt am nördlichen Ufer der Donau im Landkreis Passau, vier Kilometer flussabwärts von Vilshofen, und stellt fast die gesamte Fläche dieser weitläufigen Postleitzahl. Als staatlich anerkannter Erholungsort umfasst die Gemeinde neben dem Hauptort die Gemeindeteile Otterskirchen, Rathsmannsdorf und Schwarzhöring sowie eine Vielzahl kleinerer Weiler und Einöden.
Windorf wird 1010 als „Winidorf“ erstmals urkundlich erwähnt, als König Heinrich II. es dem Kloster Niedernburg übergab; 1161 gelangte es mit diesem an das Hochstift Passau. Der Gemeindeteil Otterskirchen ist deutlich älter und geht auf eine Gründung um das Jahr 800 zurück, schriftlich fassbar wird er 1165; für die Burg in Rathsmannsdorf gilt ein Baubeginn um 1400 als gesichert. Im 19. Jahrhundert blühte in Windorf der Schiffbau: Acht Schoppermeister mit 130 Gesellen fertigten hier vierzehn verschiedene Schiffstypen, darunter die auf der Donau verbreitete Waidzille, mit Aufträgen bis aus Österreich, Ungarn und Slowenien. Eine Sage erzählt vom „Windorfer Bärenfang“, bei dem die Marktbewohner bewaffnet auszogen, um ein vermeintliches Ungetier zu erlegen, das sich als Irrtum erwies.
Heute erinnert ein Schiffsmuseum an diese Zeit, zudem liegt bei Windorf die längste vorgelagerte Donauinsel. Auf 56,7 km² leben 4.849 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 86 je Quadratkilometer.
Die Postleitzahl grenzt an Passau, Tiefenbach, Vilshofen an der Donau, Aicha vorm Wald, Eging a. See und Hofkirchen.