Über die Postleitzahl 94544
Direkt an der Donau, am südöstlichen Rand des Gäubodens, liegt der Markt Hofkirchen im Landkreis Passau. Urkundlich erwähnt wird der Ort erstmals am 5. November 1005. Er kam um 1200 an die Bischöfe von Passau, die ihn an die Wessenberger weitergaben, ehe nach deren Aussterben 1240 mehrfach die Besitzer wechselten, bis die Wittelsbacher 1262 die Herrschaft übernahmen. Als Markt galt Hofkirchen schon vor 1300, das Recht auf einen Wochenmarkt an Montagen erhielt er aber erst 1387 von Herzog Albrecht II. Mit der Donaudampfschifffahrt ab 1837 und der Bahnstrecke Straubing–Passau am anderen Ufer ab 1862 verlor der Markt an Bedeutung. 1970 schloss er sich mit Hilgartsberg zusammen, 1978 kam der größere Teil der aufgelösten Gemeinde Garham hinzu.
Die spätgotische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt aus dem frühen 16. Jahrhundert besitzt ein aufwendiges Netzrippengewölbe und Glasgemälde aus derselben Zeit. Am westlichen Ortsrand, auf einer Anhöhe mit Blick auf eine Donaubiegung, diente das Gelände bis 1959 als Kriegsgräberstätte, in der fast dreitausend Gefallene und Opfer beider Weltkriege ihre letzte Ruhe fanden, dort, wo einst der Edelsitz Seehof stand.
3.579 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 32,6 km², das sind 110 je Quadratkilometer. Zur Bundesautobahn 3 sind es von hier rund sieben Kilometer.