Über die Postleitzahl 94579
Inmitten des Bayerischen Waldes, zwischen Regensenke, Lallinger Winkel und Passauer Vorwald, liegt Zenting im Landkreis Freyung-Grafenau, Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Thurmansbang. Das Dorf selbst bettet sich in einen nach Süden offenen Kessel, überragt vom Brotjacklriegel, dessen Gipfel allerdings schon in der Nachbargemeinde Schöfweg liegt. Zur Gemeinde gehören außerdem Ranfels und Simmering sowie Weiler wie Daxstein, Blumau und Burgsdorf.
Zenting gilt als ältester Ort im Grafenauer Land: Es entstand im Frühmittelalter im Zuge einer von der Pfalz Osterhofen ausgehenden Siedlungsbewegung über Schwanenkirchen und Schöllnach und war Teil der Urpfarrei Schwanenkirchen. Von hier aus wurde später Innernzell als erster Siedlungskern nördlich des Sonnenwaldes erschlossen. Überregional bekannt wurde die Gemeinde 1920, als 81 der 316 Wahlberechtigten eines der reichsweit ersten Bürgerbegehren durchsetzten und eine Neuwahl des Gemeinderats erzwangen. Der Ortsteil Daxstein wiederum entstand erst 1715 durch verkaufte Rodungsrechte am Brotjacklriegel; seine Bewohner sicherten sich den Lebensunterhalt lange auch mit der Herstellung von Holzwaren wie Rechen und Heugabeln.
Eine Buslinie verbindet den Ort werktags mit dem rund 30 Kilometer entfernten Bahnhof Deggendorf. Auf 22,1 km² leben 1.074 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 49 je Quadratkilometer.
Nachbarorte sind Thurmansbang, Schöllnach, Außernzell, Innernzell und Schöfweg.