Über die Postleitzahl 95369
Untersteinach liegt im oberfränkischen Landkreis Kulmbach und ist Sitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft. Der Ort wurde 1281 als „Nydernsteinach“ erstmals urkundlich erwähnt und nach dem Fluss Steinach benannt; die Vorsilbe deutet darauf hin, dass die Siedlung jünger ist als das nahe Stadtsteinach. Sechs Generationen lang, bis zum Erlöschen der Familie im Jahr 1765, bestimmte die Adelsfamilie Varell das Geschehen im Ort.
Eine einschneidende Episode war der 10. August 1706: Drei Jugendliche spielten in einer Scheune mit einer Schlüsselbüchse, das Gebäude fing Feuer, und weil an diesem schönen Erntetag fast alle Bewohner auf den Feldern arbeiteten, breiteten sich die Flammen ungehindert aus und legten fast das gesamte Dorf in Schutt und Asche – ein Mensch kam dabei ums Leben. Nur zwei Häuser blieben verschont; eines davon gilt als ältestes Gebäude des Ortes und steht heute unter Denkmalschutz. Landschaftlich liegt Untersteinach im Naturpark Frankenwald, an der Mündung der Unteren Steinach in die Schorgast; der Bahnhof an der Strecke Bamberg–Hof ist zugleich Ausgangspunkt einer heute nur noch dem Güterverkehr dienenden Nebenstrecke nach Stadtsteinach.
Auf 11,4 km² zählt die Postleitzahl 95369 1.772 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 155 je Quadratkilometer. Zu den Nachbarorten gehören Kulmbach, Neuenmarkt, Stadtsteinach, Guttenberg und Ludwigschorgast.