Über die Postleitzahl 95694
Mehlmeisel liegt als Streusiedlung im Naturpark Fichtelgebirge am Oberlauf der Fichtelnaab südöstlich des Ochsenkopfs, im Landkreis Bayreuth, und ist staatlich anerkannter Erholungsort. Der Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung, ein kleiner Teil der Postleitzahl gehört zum benachbarten gemeindefreien Gebiet Fichtelberg.
Der Ortsname geht auf den slawischen Personennamen Vel'emysl zurück und wurde 1283 erstmals als „welmvzels“ in einer Verkaufsurkunde über Leuchtenbergische Ländereien erwähnt. Eine planmäßige Wiederbesiedlung geht auf eine 1468 vom Pfalzgrafen Philipp dem Aufrichtigen veranlasste Initiative zurück, mit der der Bergbau am Südrand des Fichtelgebirges belebt werden sollte; treibende Kraft war der Amberger Hofkastner Jakob Parksteiner, der sich hier niederließ und eine Laurentius-Kirche errichtete. Von 1478 bis 1539 gehörte das Gebiet den Hirschbergern zu Weißenstadt, ehe es in die Hofmark Ebnath einging.
Zu den Baudenkmälern zählen die 1906/07 erbaute Pfarrkirche St. Johannes Baptist und die barocke Wallfahrtskapelle Maria Loreto im Gemeindeteil Unterlind. Für Ausflügler bietet der Wildpark Waldhaus Mehlmeisel seit 2014 ein Freigehege für Luchse.
Auf 14,5 km² leben 1.262 Menschen, das entspricht 87 je Quadratkilometer. Nachbargemeinden sind unter anderem Fichtelberg, Brand und Nagel.