Über die Postleitzahl 95697
Nagel liegt im Landkreis Wunsiedel an der Südseite des inneren Fichtelgebirges zwischen den Bergen Kösseine und Hohe Matze und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Tröstau; die Gregnitz durchfließt den staatlich anerkannten Erholungsort.
Der Ort wird bereits um 1200 in einem Verzeichnis der Zehntabgaben an das Kloster Reichenbach am Regen genannt; das Gebiet gehörte ab dem 13. Jahrhundert den bayerischen Herzögen und kam 1329 an die pfälzische Linie der Wittelsbacher. Ein Grenzvertrag von 1536 teilte die Gegend: Der größere Teil verblieb bei Pfalz-Bayern, ein kleinerer Teil samt dem halben Dorf Reichenbach fiel an das Markgraftum Bayreuth. Erst 1803 kam der gesamte Ort an das Fürstentum Bayreuth und 1810 schließlich zu Bayern.
Die katholische Pfarrkirche Maria Rosenkranzkönigin von 1894/95 birgt eine spätgotische Madonnenfigur aus dem Jahr 1470, während die sogenannte Alte Kirche, die Dreifaltigkeitskirche, bereits 1740 urkundlich genannt wird. Am nördlich gelegenen Nagler See liegt eine Kneippanlage, an einigen Stellen ist Angeln erlaubt, und im „Kräuterdorf Nagel“ sind ein Duft- und Schmetterlingsgarten sowie ein Erlebnisgarten zu finden.
Auf 7,8 km² leben 1.651 Menschen, das ergibt 211 je Quadratkilometer. Zu den Nachbarn zählen Wunsiedel, Ebnath und Fichtelberg.