Über die Postleitzahl 95707
Nahe der tschechischen Grenze und unmittelbar an der Bundesautobahn 93 liegt der Markt Thiersheim, Sitz einer eigenen Verwaltungsgemeinschaft im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge und Station an der Bayerischen Porzellanstraße. Die PLZ umfasst nahezu das komplette Gemeindegebiet mit Ortsteilen wie Grafenreuth, Stemmas, Kothigenbibersbach und Neuenreuth.
Der Name leitet sich vermutlich vom „Heim des Teor“ ab; 1182 bestätigte Kaiser Friedrich Barbarossa eine Schenkung des Ortes an das Benediktinerkloster Reichenbach. Jahrhundertelang stand Thiersheim unter der Herrschaft der Burggrafen von Nürnberg und späteren Markgrafen von Bayreuth, ehe der Ort 1810 an das Königreich Bayern kam. 1914 erhielt Thiersheim einen Bahnanschluss, der 1986 wieder aufgegeben wurde. Auf dem Gemeindefriedhof erinnert eine Grabstätte an 22 Opfer eines Evakuierungsmarsches vom KZ Buchenwald zum KZ Flossenbürg, die dort 1946 beigesetzt wurden. 1.713 Einwohnerinnen und Einwohner verteilen sich auf 24,3 km², das entspricht 70 je Quadratkilometer.
Der Ortsteil Grafenreuth geht auf eine Rodung zurück, die um 1170 von den Grafen von Sulzbach angelegt wurde, und ist bis heute als radialförmige Waldhufensiedlung erkennbar; er war Stammsitz der Adelsfamilie von Gravenreuth. Nachbarorte der PLZ sind Höchstädt, Thierstein, Marktredwitz, Wunsiedel, Arzberg und Hohenberg an der Eger.