Über die Postleitzahl 96181
Im Steigerwald, in der Planungsregion Main-Rhön an der namengebenden Rauhen Ebrach, liegt die Gemeinde Rauhenebrach mit Sitz der Verwaltung in Untersteinbach. Sie trägt den größten Teil dieser Postleitzahl, dazu kommt im Norden das gemeindefreie, vollständig bewaldete Gebiet Wustvieler Forst im Landkreis Schweinfurt, in dem die Rauhe Ebrach entspringt. Rauhenebrach selbst bildete sich 1972 durch freiwilligen Zusammenschluss aus neun bis dahin selbständigen Dörfern rund um Untersteinbach, 1978 kam der frühere Markt Prölsdorf hinzu.
Mehrere Ortsteile reichen weit zurück: Prölsdorf wurde 1116 erstmals genannt und geht vermutlich auf slawische Siedler des 8. oder 9. Jahrhunderts zurück, die am Nordrand des Steigerwalds rodeten; 1777 erhielt der Ort das Marktrecht. In Fabrikschleichach entstand 1706 eine Glasbläserei. Oberhalb von Falsbrunn steht die Kilianseiche, eine seit 1935 geschützte Stieleiche mit 7,20 Metern Stammumfang, an deren Standort der Überlieferung nach der Frankenapostel Kilian gepredigt haben soll. Nördlich von Obersteinbach findet sich der Naturwald Kleinengelein, der zu den ältesten Buchenbeständen des Landes zählt, dazu das für seine Ökologie überregional bekannte Naturschutzgebiet Weilersbachtal. In Untersteinbach steht eine über 400 Jahre alte Linde, die schon 1911 gefällt werden sollte und heute als Naturdenkmal gilt.
Mit einem Gewerbesteuerhebesatz von 300 Prozent zählt Rauhenebrach zu den steuerlich günstigen Gemeinden Deutschlands. Auf 69,1 km² kommen 2.753 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 40 Personen je Quadratkilometer. Nachbarorte dieser PLZ sind Burgwindheim, Ebrach und Schönbrunn im Steigerwald.