Über die Postleitzahl 96215
Lichtenfels, Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises am Oberlauf des Mains, füllt fast das gesamte Gebiet dieser Postleitzahl. Archäologische Grabungen weisen auf eine Besiedlung schon im 7. oder 8. Jahrhundert hin, 1142 findet sich die erste urkundliche Nennung der Stadt, das Stadtrecht verlieh ihr 1231 Herzog Otto VIII. von Meranien. Nach dem Erlöschen der Meranier fiel Lichtenfels 1248 an das Hochstift Bamberg. Zur Stadt zählen zahlreiche Gemeindeteile, darunter das Kirchdorf Klosterlangheim, das auf das 1132/33 gegründete und 1803 aufgehobene Zisterzienserkloster Langheim zurückgeht, dessen Gebäude nach 670 Jahren Klosterleben noch heute das Ortsbild prägen.
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist Lichtenfels als Zentrum des Korbhandels bekannt und trägt seit dem Ersten Weltkrieg den Titel Deutsche Korbstadt; führender Unternehmer war einst der Korbhändler Joseph Krauss, 1904 entstand eine eigene Korbfachschule. Die Lichtenfelser tragen den Spitznamen „Tümpelschöpfer“, weil sie der Überlieferung nach nach dem Dreißigjährigen Krieg einen im Wasser versenkten Stadtschatz durch Ausschöpfen eines Tümpels zurückholen wollten, was am nachfließenden Grundwasser scheiterte. Im Osten der Stadt erinnert der jüdische Friedhof mit zwei Gedenksteinen an die 25 jüdischen Opfer der Shoa aus Lichtenfels, darunter der Unternehmer und Kunstmäzen Otto Bamberger. Am 23. Februar 1945 zerstörte ein amerikanischer Luftangriff das Bahnbetriebswerk der Stadt.
Durch Lichtenfels führen die Bundesstraßen 173 und 289, seit 2008 ist die B 173 zwischen Bamberg und der Stadt als Autobahn A 73 ausgebaut. Auf 121,8 km² leben 20.289 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 167 Personen je Quadratkilometer entspricht. Nachbarn dieser PLZ sind Wattendorf, Staffelstein, Weismain und Altenkunstadt.