Über die Postleitzahl 97279
Prosselsheim liegt östlich des Mains auf der Gäufläche im Maindreieck, etwa 16 Kilometer nordöstlich der Stadt Würzburg, und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld. Die Postleitzahl 97279 umfasst neben dem Hauptort die Gemeindeteile Püssensheim und die beiden Weiler Seligenstadt sowie Seligenstadt bei Würzburg.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Prosselsheim 752, Püssensheim folgte 908. Während des Dreißigjährigen Krieges plünderten 1631 schwedische Soldaten die umliegenden Dörfer, worauf die Bewohner nach Dettelbach flohen; 1796 lieferten sich österreichische und französische Truppen bei Prosselsheim ein Gefecht, bei dem mehrere Beobachtungsballons abgeschossen wurden. Beim Weiler Seligenstadt betreibt die Stiftung Juliusspital Würzburg seit dem 16. Jahrhundert eines der größten Güter Bayerns; in der Nähe entstand 1935 ein Fliegerhorst der Luftwaffe, aus dessen Nachkriegs-Wohnlager für Heimatvertriebene die heutige Siedlung Seligenstadt bei Würzburg hervorging. Die Kirche St. Bartholomäus im Hauptort wurde 1614 errichtet und im 18. Jahrhundert barockisiert.
1.151 Menschen leben auf 19,9 km², umgerechnet 58 je Quadratkilometer. Der Bahnhof Seligenstadt liegt an der Strecke Bamberg–Rottendorf, ein eigener Haltepunkt in Prosselsheim gehörte einst zur inzwischen stillgelegten Mainschleifenbahn.