Über die Postleitzahl 97990
Dort, wo der Vorbach in die Tauber mündet, etwa zehn Kilometer östlich von Bad Mergentheim im Main-Tauber-Kreis, liegt Weikersheim; fast das gesamte Stadtgebiet mit seinen Stadtteilen liegt unter dieser Postleitzahl, dazu ein kleiner Anteil des benachbarten Creglingen um den Stadtteil Niederrimbach. Der Ort selbst wurde schon 837 als Besitz eines Würzburger Dienstmanns erwähnt; als ältester Stammsitz des Hauses Hohenlohe nannte sich dessen 1153 erstmals genannter Stammvater noch „von Weikersheim“. Das Stadtrecht erhielt die Siedlung im Vorfeld der Burg 1313.
Das Schloss Weikersheim, im Kern eine Wasserburg, wurde ab 1585 zur Renaissance-Residenz auf dem ungewöhnlichen Grundriss eines gleichseitigen Dreiecks ausgebaut und gilt als das schönste der hohenlohischen Schlösser. Vor der Fassade liegt ein 1710 bis 1712 angelegter Marktplatz, der auf die gegenüberliegende Stadtkirche ausgerichtet ist. Weikersheim und der Stadtteil Schäftersheim zählen zu den bekannten Weinorten der Großlage Tauberberg, und seit 1878 war hier bis 2021 der Sitz des einst weltgrößten Orgelbauteile-Herstellers Laukhuff. In 83,2 km² leben 7.573 Menschen, das entspricht 91 Einwohnerinnen und Einwohnern je Quadratkilometer.
Der Bahnhof liegt an der 1869 eröffneten Strecke Crailsheim–Königshofen, die Stadt selbst an der Romantischen Straße und dem Taubertalradweg. Nachbarorte sind Bad Mergentheim, Creglingen, Niederstetten und Igersheim.