Über die Postleitzahl 98630
Im Schutz der Gleichberge, im Grabfeld des Henneberger Landes direkt an der bayerischen Landesgrenze, liegt die Kleinstadt Römhild, die fast allein die Postleitzahl 98630 bildet. Sie entstand 2013 durch den Zusammenschluss mit den bis dahin selbstständigen Gemeinden Gleichamberg, Haina, Milz, Mendhausen und Westenfeld.
Römhild gilt mit einer möglichen ersten Erwähnung um 150 nach Christus durch den griechischen Gelehrten Claudius Ptolemäus als einer der ältesten Orte Thüringens; auf dem nahen Kleinen Gleichberg liegt mit der Steinsburg eine ausgedehnte befestigte keltische Siedlung. Als Residenzstadt der Grafschaft Henneberg-Römhild und später des kurzlebigen Herzogtums Sachsen-Römhild prägen die Stadt bis heute das Schloss Glücksburg und die mittelalterliche Stadtmauer mit Stadtturm. Ab 1838 wurde am Kleinen Gleichberg Basalt abgebaut, der bis 1970 über eine eigene Bahnstrecke nach Rentwertshausen transportiert wurde und der Stadt einigen Wohlstand brachte. Im Ortsteil Milz gründete im 8. Jahrhundert eine Nichte Karls des Großen ein Nonnenkloster.
In der PLZ 98630 zählt der Zensus 6.613 Einwohnerinnen und Einwohner auf 122,2 km², das ergibt eine Dichte von 54 je Quadratkilometer. Nachbarort ist die Gemeinde Grabfeld im Osten.