Über die Postleitzahl 97633
Diese ungewöhnlich große Postleitzahl im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld, nahe der Grenze zu Thüringen, setzt sich aus Anteilen von acht eigenständigen Gemeinden zusammen, von denen keine für sich allein den größten Teil stellt: Trappstadt, Höchheim, Sulzfeld, Saal an der Saale, Herbstadt, Großeibstadt, Großbardorf und Aubstadt.
Trappstadt war Jahrhunderte lang ein sogenanntes Ganerbendorf, das sich mehrere Adelsfamilien und Klöster teilten; um 1600 bestimmte im Wechsel je ein Viertel des Dorfes für ein Jahr den Schultheißen. In der dortigen Pfarrkirche St. Burkard steht eine Kilian-Büste aus der Werkstatt Tilman Riemenschneiders. Internationale Bedeutung erlangte dagegen Großeibstadt durch reich ausgestattete jungsteinzeitliche und hallstattzeitliche Gräberfelder, die 1954/55 und 1980 entdeckt wurden – die dort gefundenen Kammer-Wagengräber stammen aus der Zeit um 675 bis 600 vor Christus. In Sulzfelds Ortsteil Kleinbardorf lebte bis 1938 eine jüdische Gemeinde mit eigenem Friedhof und Synagoge, die beim Novemberpogrom zerstört wurde. Bei Saal an der Saale liegt das Schloss Waltershausen, das der Göttinger Gelehrte Georg Friedrich Sartorius im 19. Jahrhundert erwarb und das 1944 zum Erholungsheim der Reichspost wurde. In Herbstadt steht zudem eine alte Winter-Linde, deren Stamm 2011 einen Umfang von über sechs Metern hatte.
Auf 160,3 km² leben in der Postleitzahl 97633 8.504 Einwohnerinnen und Einwohner, umgerechnet 53 je Quadratkilometer. Zu den Nachbarorten zählen Bad Königshofen im Grabfeld, Münnerstadt und Stadtlauringen.