Über die Postleitzahl 99842
Am Rennsteig, zwischen Eisenach und Schmalkalden auf der Nordseite des Thüringer Waldes, liegt die Bergstadt Ruhla mit der Postleitzahl 99842. Ihren Namen soll sie vom Bach Rolla ableiten, der durch den oberen Ortsteil fließt und in den Erbstrom mündet. Zur Stadt gehören die Ortsteile Thal und Kittelsthal.
Ruhla wurde 1355 in einem Erbbuch der Grafschaft Henneberg erstmals erwähnt, spätestens seit dem 10. Jahrhundert waren hier Wanderschmiede auf der Suche nach Eisenerz unterwegs. Aus dem Niedergang des Waffenschmiedehandwerks um 1530 ging die Herstellung von Messerwaren hervor, die der Stadt später zum Ruf als Uhren- und Industriestadt verhalf. Zwischen 1563 und 1686 gerieten neun Frauen in Hexenprozesse, drei von ihnen wurden hingerichtet. Mit der Kirche St. Concordia besitzt Ruhla die einzige noch im ursprünglichen Bauzustand erhaltene Winkelkirche Deutschlands. Im Ortsteil Thal ließen sich 1253 Mönche des Wilhelmiten-Ordens nieder, deren Kloster nach dem Bauernkrieg aufgehoben wurde; der letzte Prior wurde später der erste evangelisch-lutherische Pfarrer des Ortes.
Die Stadt zählt 5.221 Einwohnerinnen und Einwohner auf 37,2 km², was 140 je Quadratkilometer entspricht. Nachbarn sind Gerstungen und Wutha-Farnroda im Norden sowie Seebach und Waltershausen im Osten, für das Ruhla als erfüllende Gemeinde amtiert.