Über die Postleitzahl 99834
Unmittelbar an der Grenze zu Hessen, im Westen des Wartburgkreises, liegt die Gemeinde Gerstungen mit der Postleitzahl 99834. Zu ihr gehören unter anderem die Stadtteile Marksuhl und Wolfsburg-Unkeroda sowie zahlreiche Dörfer wie Lauchröden, Förtha, Oberellen und Eckardtshausen, dessen Kirchengemeinde als eine der ältesten Pfarreien der Eisenacher Gegend gilt.
Zu Gerstungen selbst liegen keine schriftlichen Nachweise für die Frühzeit vor, die Ortsendung -ungen deutet aber auf eine germanische Gründung hin. An der Bahnstrecke Halle–Bebra diente der Ort früher als Grenzbahnhof zwischen den beiden deutschen Staaten, und wegen der Teilung blieben die Talbrücken bei Wommen und Untersuhl im sogenannten Thüringer Zipfel bis in die 1990er Jahre unvollendet. Sehenswert sind das Schloss Gerstungen mit Werratalmuseum, die Ruine Brandenburg bei Lauchröden und das Jagdschloss Wilhelmsthal, einst Sommerresidenz der Herzöge von Sachsen-Weimar mit einem Park von Eduard Petzold. In Wolfsburg-Unkeroda lockte der Fremdenverkehr Anfang des 20. Jahrhunderts so viele Ausflügler aus Eisenach an, dass der Ort in der Presse scherzhaft „Windbeutelhausen“ genannt wurde.
Die Gemeinde zählt 9.089 Einwohnerinnen und Einwohner auf 149,9 km², das ergibt 61 je Quadratkilometer. Die Bundesautobahn 4 führt mit eigener Anschlussstelle durch das Gebiet; Nachbarn sind Eisenach im Norden sowie Werra-Suhl-Tal und Ruhla im Süden.