Über die Postleitzahl 99996
Nördlich von Mühlhausen, entlang des Unstrut-Tals, erstreckt sich die Gemeinde Unstruttal, die praktisch die gesamte Fläche dieser Postleitzahl bildet. Sie ging 1995 aus sechs Altgemeinden hervor; 2023 traten zudem die Ortsteile Dörna und Lengefeld der aufgelösten Gemeinde Anrode sowie Zaunröden und die frühere Gemeinde Menteroda bei.
Dörna geht auf eine Siedlung der Hermunduren zurück und hieß im Mittelalter Thurnithi, was so viel wie „Dorniges“ bedeutet, weil sich das Wehrdorf mit Wallgraben und Dornenhecken schützte. Urkundlich fassbar wird der Ort erstmals 1004, als König Heinrich II. dort gelegenen Grundbesitz dem Bischofssitz Halberstadt übereignete; um den Kirchhof entstand später eine echte Kirchenburg mit Wehrturm. Menteroda war von 1906 bis 1991 Standort eines bedeutenden Kalibergbaus im Südharzer Revier. Reiser wiederum diente schon 974 als ottonischer Königshof, bevor sich dort im 13. Jahrhundert ein mittelalterlicher Herrensitz entwickelte.
Durch das Gemeindegebiet fließt die Unstrut von Norden nach Süden, an ihr liegen unter anderem Ammern, Dachrieden und Horsmar, während die Ortsteile auf dem Muschelkalk-Plateau des Dün, etwa Eigenrode und Zaunröden, deutlich höher liegen.
Hier leben 6.029 Menschen auf 100,3 km², das entspricht 60 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbar-Postleitzahlen sind unter anderem die von Mühlhausen und von Nottertal-Heilinger Höhen.