Über die Postleitzahl 37351
Zwischen Heiligenstadt und Mühlhausen an der oberen Unstrut liegt die Kleinstadt Dingelstädt, die fast vollständig die Postleitzahl 37351 bildet. Zur Landgemeinde gehören außerdem Beberstedt, Bickenriede, Helmsdorf, Hüpstedt, Kefferhausen und Kreuzebra im Umland sowie die Dörfer Silberhausen, Struth und Zella.
Der Name Dingelstädt geht auf eine germanische Thingstätte zurück, an der einst Gericht gehalten wurde; auf dem nahen Kerbschen Berg wird sogar eine frühere Königspfalz vermutet. Zur katholischen Wallfahrtskirche St. Maria im Busch pilgerten die Bewohner der umliegenden Orte noch im 19. Jahrhundert jährlich am 1. Mai. Anders als viele Nachbarorte siedelten sich in Dingelstädt schon im 19. Jahrhundert Industriebetriebe an – Wollkämmereien, Zigarrenfabriken und Webereien –, woraus sich bis heute ein Schwerpunkt in der metallverarbeitenden Industrie entwickelt hat. Struth wiederum lebte lange von der Leinenweberei, die viele jüngere Männer zur Wanderarbeit zwang.
Der Höhenzug Dün begrenzt das Stadtgebiet im Norden, seit 1880 besitzt Dingelstädt einen Bahnhof an der Strecke Leinefelde–Treysa. Auf 117,9 km² leben 12.307 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 104 je Quadratkilometer.
Nachbarn sind die Postleitzahlen um Heiligenstadt, Leinefelde-Worbis, Küllstedt und Mühlhausen.