Über die Postleitzahl 01465
Im Norden Dresdens, an der Grenze zur Dresdner Heide, liegen die Stadtteile Langebrück und Schönborn, die zusammen den überwiegenden Teil der Postleitzahl 01465 bilden. Langebrück geht auf eine Einwanderung fränkischer Bauern um 1200 zurück und wurde 1288 erstmals als „Langenbruke“ erwähnt. Mit dem Bahnanschluss 1845 an der Strecke Dresden–Bautzen–Löbau–Görlitz entstand südlich des alten Dorfkerns ein Villenviertel, das den Ort um die Jahrhundertwende zur zweitreichsten Gemeinde Sachsens machte; offiziell trug Langebrück damals den Titel Kurbad, bis dieser 1947 amtlich gestrichen wurde.
Schönborn, bis 1996 eine eigenständige Gemeinde und seither Ortsteil von Langebrück, wird schon 1350 als „Schonenburn“ genannt – ein Name, der auf die Lage an einer Quelle verweist. Landschaftlich zählt der kleine Ort zum Radeberger Land; seine Bewohner unterstanden lange den Besitzern des Rittergutes Seifersdorf und durften im Gegenzug in der Dresdner Heide Holz sammeln und Vieh weiden. Ein kleiner Randstreifen der Postleitzahl reicht zudem in den flächenmäßig größten Dresdner Stadtbezirk Loschwitz hinein.
In der Postleitzahl 01465 leben 4.301 Einwohnerinnen und Einwohner auf 13,1 km², das ergibt 329 je Quadratkilometer. Angrenzend liegt mit 01458 bereits die Gemeinde Ottendorf-Okrilla im Landkreis Bautzen.