Über die Postleitzahl 01844
Neustadt in Sachsen, das der PLZ 01844 fast vollständig entspricht, wurde 1333 als Goldbergbaustadt urkundlich erwähnt: Freiberger Bergleute gründeten die Siedlung Nuwenstad, obwohl trotz vielversprechender Begleitminerale nie tatsächlich Gold gefunden wurde. Zu Bedeutung kam der Ort dennoch, weil hier die Handelsstraße von Dresden nach Reichenberg die Pilgerstraße von Bautzen zum böhmischen Wallfahrtsort Mariaschein kreuzte. Der kupferbeplankte Turm des um 1700 erbauten Rathauses erinnert mit seiner Form an ein Huthaus – ein Verweis auf die bergbauliche Gründungsgeschichte.
Die Stadt wuchs 1974 um Krumhermsdorf und 1994 um Polenz; 2007 votierten die Bürger für die Eingliederung der bis dahin selbständigen Gemeinde Hohwald mit ihren Dörfern Berthelsdorf, Nieder- und Oberottendorf, Rückersdorf, Langburkersdorf sowie Rugiswalde. Bis 1989 prägte das Kombinat Fortschritt Landmaschinen die Stadt als Zentrum des DDR-Landmaschinenbaus und ließ die Einwohnerzahl zwischen 1948 und 1984 sich verdoppeln; daneben stellten Neustädter Kunstblumenfabriken über Jahrzehnte Kunstblumen her. Diese Etappen der Stadtgeschichte sind heute im Stadtmuseum nachzuvollziehen, das im ehemaligen Malzhaus einer stillgelegten Brauerei eingerichtet wurde.
Auf 82,8 km² leben 11.766 Menschen, das ergibt 142 Einwohner je Quadratkilometer. Neustadt grenzt an Stolpen, Hohnstein, Sebnitz, Bischofswerda und Neukirch/Lausitz.