Über die Postleitzahl 01848
Auf einer Hochfläche über dem Polenztal liegt die Landstadt Hohnstein, die der PLZ 01848 fast vollständig entspricht und als staatlich anerkannter Erholungsort gilt. Namensgebend ist die Burg Hohnstein, urkundlich erstmals 1317 erwähnt, unterhalb derer sich die Stadt vermutlich seit 1444 entwickelte. Ein verheerender Stadtbrand zerstörte 1724 etwa die Hälfte aller Häuser; die wiedererrichtete Stadtkirche entstand nach Plänen von George Bähr, dem späteren Baumeister der Dresdner Frauenkirche. Seit 1928 ist die Burg auch als Geburtsstätte des Hohnsteiner Kasper bekannt, einer bis heute aufgeführten Puppenbühne.
Zur Stadt gehören mehrere Waldhufendörfer entlang der Lausitzer Verwerfung, die hier die Grenze zwischen dem Elbsandsteingebirge im Süden und dem Lausitzer Granitmassiv im Norden markiert: Goßdorf mit den Ortsteilen Kohlmühle und Waitzdorf, Rathewalde mit Hohburkersdorf und Zeschnig sowie Ulbersdorf, das im Jahr 2004 als schönstes Dorf des damaligen Landkreises ausgezeichnet wurde. Von 1897 bis 1951 verband die Schmalspurbahn Kohlmühle–Hohnstein den Ort mit dem Bahnnetz. Drei Kilometer südlich bietet die Brandaussicht einen weiten Blick hinab ins Polenztal, im Frühjahr ziehen die Märzenbecherwiesen im Tal viele Besucher an.
Auf 64,4 km² leben 3.238 Menschen, das ergibt 50 je Quadratkilometer. Hohnstein grenzt an Bad Schandau, Königstein, Neustadt in Sachsen und Sebnitz.