Über die Postleitzahl 04277
Connewitz bildet den Schwerpunkt der Postleitzahl 04277 im Leipziger Stadtbezirk Süd, dazu kommt der kleinere Stadtteil Marienbrunn. Sorbische Siedler legten Connewitz vermutlich nach dem siebten Jahrhundert an; der Name deutete ursprünglich auf einen Weideplatz für Pferde hin. Bis 1891 war der Ort eine eigenständige Gemeinde. Ein ausgedehntes Stück des Leipziger Auwalds liegt auf seinem Gebiet, weshalb Connewitz als der am stärksten bewaldete unter allen Leipziger Stadtteilen gilt – städtebaulich wie in der Bevölkerung zugleich ein besonders uneinheitlicher. Am südlichen Ende der Karl-Liebknecht-Straße steht seit 1994 eine Kopie des Connewitzer Kreuzes, einer 1536 errichteten Steinsäule; das Original bewahrt das Stadtgeschichtliche Museum.
Marienbrunn entstand größtenteils erst im 20. Jahrhundert: 1913 ließ man anlässlich der Internationalen Baufach-Ausstellung, nahe dem gerade eingeweihten Völkerschlachtdenkmal, eine Wohnsiedlung errichten, an der mehrere Architekten mit jeweils eigenen Gebäudegruppen beteiligt waren. Zuvor hatte hier lange das mittelalterliche, um 1400 wüst gefallene Dorf Ölschwitz gelegen, dessen Wallfahrtskirche nach der Reformation verschwand.
Auf 8,1 km² leben 24.260 Menschen, das entspricht einer Dichte von 3.005 je Quadratkilometer. Zu den Nachbarn zählen unter anderem die Postleitzahlen 04275, 04279 und 04289 sowie, außerhalb Leipzigs, Markkleeberg.