Über die Postleitzahl 04279
Dölitz und Dösen bilden zusammen den namensgebenden Ortsteil Dölitz-Dösen, der fast drei Viertel der Postleitzahl 04279 im Leipziger Stadtbezirk Süd ausmacht; den Rest nimmt fast vollständig Lößnig ein. Dösen geht auf ein sorbisches Rundplatzdorf zurück und wurde 1305 erstmals als „Dosene“ erwähnt, Dölitz verdankt seinen sorbischen Namen der Lage in einem Tal. Vom einstigen Schloss in Dölitz ist das Torhaus mit Spuren von Kanonenkugeln aus der Völkerschlacht bei Leipzig erhalten, heute Sitz einer Zinnfigurenausstellung zu den Befreiungskriegen. In Dösen entstanden zwischen 1921 und 1930 mit der Leinesiedlung und der Siedlung Johannishöhe Wohngebiete für das Personal der örtlichen Heilanstalt.
Lößnig wurde vermutlich schon Ende des siebten oder Anfang des achten Jahrhunderts von Sorben am Pleißeufer gegründet und 1891 zusammen mit mehreren anderen Dörfern nach Leipzig eingemeindet und war zu diesem Zeitpunkt noch ein kleines Dorf mit wenigen Straßen. Nach der Wende wurde der historische Rundling ab 1991 von Kriegsschäden befreit und bis 1997 vollständig saniert. Die Gethsemanekirche steht bis heute als Wahrzeichen des Stadtteils.
15.293 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 5,9 km², das entspricht 2.607 je Quadratkilometer. Nachbarn sind die Postleitzahl 04277 sowie 04289 und, jenseits der Stadtgrenze, Markkleeberg.