Über die Postleitzahl 04416
Markkleeberg, südlich an Leipzig angrenzend, entstand 1934 durch den Zusammenschluss der Orte Oetzsch-Markkleeberg und Gautzsch. Weil den Nationalsozialisten der slawisch klingende Name der eigentlich größeren Gemeinde Gautzsch nicht genehm war, wählte man den Namen der kleinsten der Ursprungsgemeinden für die neue Stadt: Gautzsch firmierte fortan als Markkleeberg-West, das mit Raschwitz vereinte Oetzsch als Markkleeberg-Mitte und der Kern Markkleeberg selbst als Markkleeberg-Ost. Die alten Ortsnamen blieben trotz der Umbenennung bis heute geläufig.
Später kamen weitere Ortschaften wie Großstädteln, Zöbigker, Gaschwitz und Wachau hinzu, die ihre Namen behalten durften. Am 16. Oktober 1813 war der Ortsteil Wachau einer der Hauptschauplätze der Völkerschlacht bei Leipzig. Der zu Zöbigker gehörende Ortsteil Prödel mit seinem 1378 erstmals erwähnten Namen musste in den 1970er Jahren dem Braunkohletagebau weichen. Als 1999 der sächsische Landtag die Eingemeindung Markkleebergs nach Leipzig beschlossen hatte, verhinderte eine erfolgreiche Klage vor dem Sächsischen Verfassungsgericht die Umsetzung, sodass Markkleeberg eigenständig blieb.
Heute prägen unter anderem der Cospudener See und der Markkleeberger See das Stadtbild, auf dessen Fläche von 31,4 km² 25.430 Menschen leben – das entspricht 810 Einwohnern je Quadratkilometer. Die Postleitzahl grenzt an mehrere Leipziger Bereiche sowie an Zwenkau, Großpösna und Böhlen.