Über die Postleitzahl 04539
Im Dreiländereck zwischen Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt liegt die Kleinstadt Groitzsch im Landkreis Leipzig. Namensgeber Wiprecht von Groitzsch trieb von hier aus, beginnend im frühen 12. Jahrhundert, die Erschließung und Besiedlung weiter Teile Sachsens voran; seine Burg auf dem Groitzscher Burgberg gehörte zu den größten Anlagen der Region, und in ihr stehen die ältesten bekannten Steinbauten des heutigen Sachsen.
Schriftlich fassbar wird der Ort 1070 in der klösterlichen Chronik von Pegau, das Stadtrecht erhielt die um Burg und Kaufmannssiedlung gewachsene Ansiedlung 1214. Zur Stadt zählen zahlreiche eingemeindete Dörfer wie Audigast, Auligk, Berndorf und Großstolpen, die sich 1994 zunächst zu einer gemeinsamen Verwaltungsgemeinschaft zusammenschlossen, ehe sie 1996 nach Groitzsch eingemeindet wurden. Wahrzeichen der Stadt ist der 1903/04 errichtete, 45 Meter hohe Wasserturm; im Heimatmuseum im Stadtturm, einem Rest der romanischen Stadtkirche St. Aegydius, wird die Stadtgeschichte gezeigt. Ein nach der einstigen Goethe-Bekanntschaft Ulrike von Levetzow benannter Wanderweg verläuft von hier entlang der Schwennigke bis zu ihrem mutmaßlichen Geburtsort.
Auf 69,9 km² leben 7.493 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 107 je Quadratkilometer entspricht. Die Stadt grenzt an Zwenkau, Pegau, Regis-Breitingen und Neukieritzsch.