Über die Postleitzahl 04565
Knapp 40 Kilometer südlich von Leipzig, nahe der Grenze zu Thüringen, liegt die Landstadt Regis-Breitingen im Landkreis Leipzig, gebildet aus den früher getrennten Orten Regis und Breitingen sowie dem Ortsteil Ramsdorf mit Hagenest und Wildenhain. Schon 929 findet sich in einer Ergänzung zur Bornaer Stadtchronik ein Hinweis auf die Burg Regis, und um 1100 wurde der Ort in einer Reihe mit Altenburg, Zwickau, Leisnig und Colditz zu den bedeutenderen Städten im Gau Plisni gezählt.
Breitingen taucht erstmals 1265 in den Akten auf, als der Thüringer Landgraf und der Merseburger Bischof über das dortige Gut einen Vertrag schlossen. Der Überlieferung nach hielt sich nach der Schlacht bei Lucka 1307 sogar ein römisch-deutscher König beim Waffenstillstand auf der Burg Regis auf; während des Sächsischen Bruderkriegs fielen beide Orte 1450 Plünderung und Brand zum Opfer. Der Ortsteil Wildenhain wiederum ist als Geburtsort der Familie bekannt, aus der später der IKEA-Gründer Ingvar Kamprad hervorging – sein Urgroßvater erwarb 1891 das dortige Herrenhaus. Seit 1898 prägte in Ramsdorf zudem der Braunkohleabbau den einst bäuerlichen Ort.
Durch die Stadt fließt die Pleiße, in der Nähe liegen der Haselbacher See und die Haselbacher Teiche. Auf 26,3 km² leben 3.786 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 144 je Quadratkilometer. Regis-Breitingen grenzt an Groitzsch, Borna, Neukieritzsch und Meuselwitz.