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Am Rand des Mittelsächsischen Hügellandes, etwa drei Kilometer östlich von Borna, liegt die Stadt Kitzscher im Landkreis Leipzig. Der aus dem Altsorbischen stammende Name Kycer bedeutet so viel wie Stock oder Stumpf, nach anderer Deutung bezeichnet er eine Siedlung bei einer bewaldeten Erhöhung. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1251 in einer Stiftungsurkunde des Zisterzienserinnen-Klosters Grimma.
Das 1548 erstmals als Rittergut bezeichnete Anwesen der Herren von Kitzscher wechselte im Lauf der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer, unter anderem an die Familien Hartmann und von Arnim, die zwischen 1871 und 1876 das Schloss umbauten. Zur Stadt gehören mehrere Ortsteile, darunter Hainichen mit dem Teilort Trages und Thierbach, dessen Wallburg Schneckenberg heute nur noch als Turmhügel erhalten ist. Die Halde Trages auf dem Gemeindegebiet zählt zu den höheren künstlichen Erhebungen im weiteren Umland von Leipzig. Der Prediger und spätere Pädagoge Gustav Friedrich Dinter wirkte ab 1787 in der Kitzscher Kirche und organisierte von dort aus das örtliche Elementarschulwesen.
Zum südlichen Nachbarn zählt der Bockwitzer See, während sich mitten im Ort Jordanbach und Eula vereinen. Auf 29,0 km² leben 4.934 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 170 je Quadratkilometer. Kitzscher grenzt an Borna, Rötha, Bad Lausick und Frohburg.