Über die Postleitzahl 04571
Etwa 15 Kilometer südlich von Leipzig im Leipziger Neuseenland liegt die Kleinstadt Rötha im Landkreis Leipzig, zu der auch der frühere Braunkohleort Espenhain mit den Ortsteilen Pötzschau, Mölbis und Oelzschau gehört. Rötha wurde 1127 erstmals urkundlich erwähnt, als Stadt erscheint es erst 1292 – dieses Datum war 1992 Anlass für eine 700-Jahr-Feier.
In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts dezimierten Dreißigjähriger Krieg und wiederkehrende Pest einen Großteil der Bevölkerung, während der Völkerschlacht 1813 diente das Schloss Rötha sogar dem russischen Zaren und dem österreichischen Kaiser als vorübergehendes Quartier. Ab den 1870er Jahren ließ Heinrich Freiherr von Friesen Rötha zur Gartenstadt umgestalten und etablierte den Obstanbau, wofür er 1875 eine Gärtner-Lehranstalt gründete – Beiname und Weinbautradition der Stadt reichen dabei bis ins 15. Jahrhundert zurück. Der Nachbarort Espenhain entstand um 800 als altsorbisches Dorf Miertzsch und wurde später als Braunkohlestandort bekannt; sein Ortsteil Mölbis erlangte durch die einst extremen Umweltbelastungen des benachbarten Kombinats traurige Berühmtheit.
Am südlichen Stadtrand von Rötha liegt ein Stausee, gespeist aus einem Nebenschluss der Pleiße, seit 2022 entsteht bei Rötha zudem am Hainer See der Solarpark Witznitz. Auf 45,5 km² leben 6.581 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 145 je Quadratkilometer. Rötha grenzt an Großpösna, Borna, Böhlen und Kitzscher.