Über die Postleitzahl 04736
Waldheim an der Zschopau im Landkreis Mittelsachsen prägt diese Postleitzahl fast vollständig, gemeinsam mit den Ortschaften Knobelsdorf und Reinsdorf, die mehrere kleine Dörfer wie Meinsberg, Heyda, Rudelsdorf, Neuhausen und Gebersbach umfassen.
Die namengebende Burg wurde 1271 erstmals urkundlich erwähnt, 1286 erhielt der Ort das Stadtrecht. Ab 1404 diente die Burg als Augustinerkloster, bevor das mittlerweile baufällige Schloss unter Kurfürst August dem Starken zu einer Zucht-, Armen- und Waisenanstalt wurde; das 1716 eröffnete Haus besteht bis heute als Justizvollzugsanstalt Waldheim fort, in der 1950 die sogenannten Waldheimer Prozesse stattfanden. Als „Gründer der freien Zigarrenindustrie“ gilt der Kommerzienrat Adolph Weißker: Er brachte 1838 erstmals Arbeitern außerhalb der Anstaltsmauern das Zigarrendrehen bei und legte so den Grundstein für die spätere Waldheimer Heimindustrie. Die Zschopaubrücke des Barockbaumeisters Matthäus Daniel Pöppelmann und ein Stein erinnern an die Überquerung des Flusses durch Napoleons Truppen 1813. Der Ortsteil Meinsberg, erstmals 1390 erwähnt, ist heute Sitz des Kurt-Schwabe-Instituts, das zu Mess- und Sensortechnik forscht.
In der Postleitzahl leben 8.992 Menschen auf 41,6 km², das entspricht 216 Einwohnern je Quadratkilometer.
Waldheim liegt zwischen Döbeln und Rochlitz und grenzt zudem an Roßwein und Hartha.