Über die Postleitzahl 04741
Roßwein beiderseits der Freiberger Mulde im Landkreis Mittelsachsen bildet fast diese gesamte Postleitzahl, ergänzt durch den Ortsteil Niederstriegis mit den Dörfern Mahlitzsch, Grunau, Littdorf und Otzdorf.
Die Kleinstadt entwickelte sich im 12. Jahrhundert aus einem altsorbischen Fischerdorf im Zuge der deutschen Ostsiedlung zu einer markgräflich-meißnischen Stadtanlage; die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1220. Der Name geht auf das altsorbische Rusavin zurück, die Siedlung eines Sorben namens Rusava. 1293 schenkte Friedrich der Freidige die Stadt dem Zisterzienserkloster Altzella, dessen Einfluss die Roßweiner Geschichte lange prägte. Die einst gut 1200 Meter lange Stadtmauer mit fünf Toren – darunter das Brückentor mit Wachturm – ist in Teilen erhalten. Das 1897 eingeweihte Hallenbad in der Stadtbadstraße gilt als das erste behördlich errichtete Hallenbad Sachsens. Im Ortsteil Mahlitzsch erinnert eine kleine Burgruine an einen ehemaligen Rittersitz, und am Troischaufelsen an der Straße nach Döbeln wurde bis um 1860 noch Silber und Kupfer abgebaut.
In der Postleitzahl leben 7.167 Einwohnerinnen und Einwohner auf 44,0 km², das ergibt 163 je Quadratkilometer.
Roßwein liegt im Städtedreieck Chemnitz–Leipzig–Dresden und grenzt an Döbeln, Waldheim und Nossen.