Über die Postleitzahl 09661
Im Süden des Landkreises Mittelsachsen deckt die Postleitzahl 09661 die Gemeinden Striegistal, Rossau und die Stadt Hainichen fast vollständig ab. Zu Striegistal zählen unter anderem die Ortsteile Gersdorf, Böhrigen, Etzdorf und Pappendorf, zu Rossau gehören Oberrossau, Niederrossau, Greifendorf und Schönborn-Dreiwerden, und von Hainichen liegen neben der Kernstadt auch Bockendorf, Cunnersdorf, Eulendorf und Riechberg hier.
Die meisten der Dörfer entstanden im Zuge der deutschen Ostsiedlung zwischen 1156 und 1162 unter Markgraf Otto und gehörten zunächst zum Kloster Altzella. Hainichen selbst wurde 1276 erstmals als Marktflecken urkundlich genannt und gewann durch die Tuchherstellung überregionale Bedeutung; der Fabeldichter Christian Fürchtegott Gellert, der Mineraloge Christlieb Ehregott Gellert und der Holzschliff-Erfinder Friedrich Gottlob Keller wurden alle hier geboren, weshalb die seit 2021 Große Kreisstadt den Beinamen Gellertstadt trägt. Am 23. April 1800 traf den Ort einer der bislang nur zwei bekannten Tornados der höchsten Stärkeklasse F5 in Deutschland.
Sehenswert sind die Rossauer Dorfkirche aus dem 12./13. Jahrhundert mit einer der ältesten Orgeln Sachsens von 1670, das frühere Silberbergwerk „Alte Hoffnung Erbstolln“ im Ortsteil Schönborn und eine Alpakafarm in Moosheim. In Gersdorf steht eine Schlossanlage mit einer rund 600 Jahre alten Edelkastanie im Park, und das dortige Bergbaugebiet Segen Gottes Erbstolln gehört zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge. Hainichen besitzt mit seiner Camera Obscura eine von weltweit rund 30 begehbaren Anlagen dieser Art.
In Striegistal erstreckt sich ein großes Gewerbegebiet mit einer Frischemanufaktur der Firma Frankengut und einer Großwäscherei der Firma Elis in Böhrigen; über die Anschlussstelle Berbersdorf ist die A4 in wenigen Minuten erreichbar. Auf 181,8 km² zählt die Region 16.103 Einwohnerinnen und Einwohner, rechnerisch 89 je Quadratkilometer. Nördlich schließt sich die Postleitzahl 09669 mit der Stadt Frankenberg an.