Über die Postleitzahl 04749
Jahnatal, die nördlichste Gemeinde im Landkreis Mittelsachsen, füllt diese Postleitzahl fast vollständig aus. Sie liegt am Flüsschen Jahna und den angrenzenden Höhenzügen im äußersten Nordwesten der Lommatzscher Pflege und ging erst am 1. Januar 2023 aus dem Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Ostrau und Zschaitz-Ottewig hervor, den ein Bürgerentscheid 2022 auf den Weg brachte.
Zur neuen Gemeinde gehören zahlreiche alte Dörfer wie Jahna, dessen slawischer Burgwall Gana bereits um 929 vom Geschichtsschreiber Widukind von Corvey erwähnt wurde – 1929 feierte der Ort sein 1000-jähriges Bestehen. Im Ortsteil Noschkowitz weist der Name auf einen Mann mit langer Nase namens Nosak zurück, eine typische slawische Ortsnamensbildung der Region. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die 1903 erbaute Trinitatiskirche in Ostrau, die deutlich ältere Kirche zu Jahna von 1677 sowie das Schloss Noschkowitz und mehrere historische Kalköfen. Der Ortsteil Zschochau besitzt einen Flugplatz für Gleitschirme und eine 1866 nach einem Dorfbrand wiederaufgebaute Kirche mit einer Orgel von Franz-Emil Keller.
In der Postleitzahl leben 4.635 Menschen auf 70,7 km², das ergibt eine Dichte von 66 Einwohnern je Quadratkilometer.
Jahnatal liegt nördlich von Döbeln und grenzt an die Gemeinden um Lommatzsch, Riesa und Mügeln.