Über die Postleitzahl 01594
Weiträumig vereint die Postleitzahl 01594 die Gemeinden Hirschstein und Stauchitz sowie Teile der Stadt Riesa im mittleren Landkreis Meißen. Hirschstein, ein Elbweindorf am Elberadweg, ist vor allem für sein Schloss bekannt, dessen Ursprung eine Wehranlage auf einem Felssporn war und dessen Burg 1205 erstmals urkundlich erwähnt wurde; von 1944 bis 1945 diente es als Internierungsort für den belgischen König Leopold III. mit seiner Familie. Im Ortsteil Heyda, schon 1214 als Klosterdorf des Riesaer Klosters erwähnt, kreuzten sich einst zwei wichtige mittelalterliche Fernstraßen.
Stauchitz im Nordwesten der Lommatzscher Pflege setzt sich aus einer Vielzahl kleiner, überwiegend slawisch benannter Dörfer zusammen, von Bloßwitz (1226 als Herrensitz Blosewitz) bis Prositz (1334 als Prostwicz). Bei Steudten steht auf einer Anhöhe ein 1,85 Meter hoher Menhir aus Porphyr, der zugleich die Grenze zum Landkreis Mittelsachsen markiert; im Ortsteil Staucha sammelte der Schauspieler Peter Sodann seine DDR-Literatur, die seit 2012 in einer eigenen Bibliothek zu besichtigen ist. Zur Stadt Riesa gehören in dieser Postleitzahl unter anderem die zur Ortschaft Jahnishausen zusammengeschlossenen Dörfer Böhlen, Gostewitz und Jahnishausen mit seinem Schlosspark sowie Leutewitz gegenüber Nünchritz in der Elbaue.
In der Postleitzahl 01594 leben 6.240 Einwohnerinnen und Einwohner auf 85,9 km², das ergibt 73 je Quadratkilometer. Sie grenzt an mehrere weitere Riesaer Postleitzahlen sowie an 01623 (Lommatzsch).