Über die Postleitzahl 04769
Die Kleinstadt Mügeln im Döllnitztal und die Gemeinde Naundorf bilden gemeinsam diese Postleitzahl im Landkreis Nordsachsen, am westlichen Rand der fruchtbaren Lommatzscher Pflege.
Mügeln erlangte Bekanntheit als ehemaliger Bischofssitz des Bistums Meißen: 1063 schenkte Kaiserin Agnes den Ort mitsamt 50 Hufen Land dem Bischof von Meißen, nachdem er bereits 984 im Zusammenhang mit einem Feldzug des späteren polnischen Königs Boleslaw erstmals urkundlich erwähnt worden war. Einer Sage zufolge entging die Stadt 1003 nur deshalb der Verwüstung durch Boleslaw, weil ihre Bürger ihm Treue schworen und ein Bündnis vortäuschten. Im 19. Jahrhundert brachte die Schmalspurbahn der Stadt Bekanntheit: Ihr Bahnhof zählte einst zu den größten seiner Art auf dem Kontinent, und die Strecke fährt bis heute als Museumsbahn „Wilder Robert“. Die spätgotische Johanniskirche und das Schloss Ruhethal als ehemaliger Bischofssitz zählen zu den Sehenswürdigkeiten. In der Gemeinde Naundorf wurde im Ortsteil Casabra in den 1660er Jahren ein alter Mann wegen angeblicher Zauberei verfolgt, und 1935 entstand im Ortsteil Haage eines der ersten sächsischen Neubauerndörfer der NS-Zeit.
Die Postleitzahl zählt 7.849 Einwohnerinnen und Einwohner auf 91,6 km², das ergibt 86 je Quadratkilometer.
Mügeln liegt zwischen Oschatz und Döbeln und grenzt zudem an Grimma, Leisnig und Wermsdorf.