Über die Postleitzahl 06249
Südwestlich des Geiseltalsees, auf halbem Weg zwischen Querfurt und Merseburg, liegt die Stadt Mücheln (Geiseltal), die der Postleitzahl 06249 ihren Namen gibt. Zur Stadt im Saalekreis zählen hier die Ortsteile Neu Biendorf, St. Micheln und Stöbnitz.
Mücheln erhielt 1350 das Stadtrecht; sein terrassenförmig gestufter Marktplatz wird vom spätrenaissancezeitlichen Rathaus aus dem späten 16. Jahrhundert dominiert, dessen Inneres eine der wenigen erhaltenen hölzernen Spindeltreppen Deutschlands zeigt. Der Ortsteil St. Micheln geht auf eine Kirche zurück, die der Überlieferung nach 1128 durch Bischof Otto von Bamberg gegründet wurde. Neu Biendorf entstand erst 1919 als Bergarbeitersiedlung, benannt nach der Wüstung Bündorf, und erhielt 1928 mit der Herz-Jesu-Kirche eine katholische Notkirche für die durch den Braunkohlebergbau zugezogenen Bergleute. Die Stadt selbst durchziehen mehrere artesische Quellen, darunter die zwölf Apostelquellen und die am Fuß des Veitsbergs entspringende Geiselquelle, seit 2005 verläuft hier zudem ein Abschnitt des Jakobswegs nach Santiago de Compostela.
Die Bahnstrecke Merseburg–Querfurt bindet Mücheln über den Bahnhof und einen weiteren, zentrumsnahen Haltepunkt an die S-Bahn-Linie S 11 nach Halle an. Auf 33,4 km² leben 5.328 Menschen, das ergibt eine Dichte von 159 Einwohnern je km².
Nachbarorte sind Braunsbedra, Bad Lauchstädt und die gleichnamige Landgemeinde Mücheln.