Über die Postleitzahl 06543
Am Nordostrand des Harzes, wo sich das enge Selketal in flacheres Vorland öffnet, liegt die Stadt Falkenstein/Harz, die praktisch die gesamte Postleitzahl 06543 bildet. Vertreten sind vor allem die Ortsteile Pansfelde und Wieserode, die zusammen den größten Teil der Fläche einnehmen.
Falkenstein/Harz selbst ist eine junge Stadt: Sie entstand erst 2002 aus dem Zusammenschluss der früheren Stadt Ermsleben mit sechs Nachbargemeinden, darunter Pansfelde und Wieserode, und trägt den Namen der Burg Falkenstein. Pansfelde, erstmals 1276 als „Pamesvelde“ urkundlich erwähnt, ist eng mit dieser Burg verbunden: Die Vorfahren der heutigen Einwohner dienten dort, verteidigten sie oder arbeiteten in den zugehörigen Mühlen und Wäldern. Als das Grafengeschlecht derer von Falkenstein 1332 ausstarb, verödete der Ort zunächst und wurde erst gut zwei Jahrhunderte später wieder besiedelt.
Wieserode wurde bereits 964 als „Witserode“ erstmals genannt, lag aber im 15. Jahrhundert ebenfalls wüst und wurde 1536 mit 20 Familien neu besiedelt. Diese mussten dem Amt zahlreiche Frondienste leisten – von der Jagdhilfe bis zum Hopfenpflücken. Sehenswert ist heute der Landschaftspark Degenershausen mit der Alten Ziegelei sowie die Fachwerkdorfkirche mit der Jahreszahl 1617 über dem Eingang. Auch die Burgruine Anhalt, Stammsitz der Askanier, liegt in der Nähe.
Auf 34,3 km² zählt die Postleitzahl 555 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 16 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Ballenstedt, Harzgerode und Hettstedt.